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Zeitschrift "Verantwortung" - Heft 35

Heft 35

Einmischung

Ausgabe August 2005

ISSN 0936-7454

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Abstract

In der „Verantwortung“ Heft 35 ist eine Predigt von Hans Dieter Zepf abgedruckt. Darin heißt es u.a.: „Die Überzeugung, dass Christ sein und Soldat sein sich vereinbaren lassen, widerspricht der Bergpredigt“. Mit dieser Predigt trat ein bis dahin unterschwelliger Konflikt offen zutage. Die Mitglieder der AG „Friedensaufgabe und Soldatenseelsorge“, u.a. Hans Dieter Zepf, warfen dem Verein vor: „Der dbv ist in der Haltung zur Friedensfrage nicht einheitlich.“ Die Artikel in der Zeitschrift „Verantwortung“ belegen, dass von „Einheitlichkeit“ in der Tat keine Rede sein kann. Vielmehr geht es um einen ernsthaften Dialog zwischen den verschiedenen Positionen. Im dbv sollen Menschen mit verschiedenen persönlichen Anschauungen Anerkennung und Heimat finden.
Inhaltsverzeichnis

Leitartikel
Andreas Zumach, Die internationalen Beziehungen und die Weiterentwicklung der UNO - Schritte auf dem Weg zum ewigen Frieden?



Frühjahrstagung 2004 in Eisenach
Hans Dieter Zepf, Predigt zu Lukas 17,20 f.

Jürgen Sonntag, Ein (erster) Kommentar



Herbsttagung 2004 in Halle/Saale
Karl Martin, Fürchtet Gott, ehrt den König
Predigt über 1. Petrus 2,17



Frühjahrstagung 2005 in Bad Herrenalb
Ulrike Bail, Bibliche Konzepte für eine Förderung des Weltfriedens

Wolfram Rohde-Liebenau,
Zum ewigen Frieden

Christoph Rinneberg,
Von Kant über Bonhoeffer - zu uns



Religionen
Marieluise Beck,
Islamismus bekämpfen - Islam einbürgern

Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts,
Einführung von islamischem Religionsunterricht



Kirchensteuer
Gerhard Rampp, Die Kirchensteuer - eine moderne Form des Ablasses?

Martin Stöhr, Der Staat als Anwalt für Gleichheit und Gerechtigkeit



EU-Verfassung und Friedensfrage Wolfram Rhode-Liebenau,
Und ist doch kein Friede

Christoph Demke,
Bitte um Einsatz für eine „Agentur zur Verbesserung ziviler Fähigkeiten“ der EU

EAK, Rechtmäßig Krieg führen oder sich widersetzen?



Weitere Rubriken
Freispruch für Florian Pfaff
Protokoll der Mitgliederversammlung 2005
Termine
Buchhinweise
Impressum

Das Titelbild zeigt die Abbildung auf der Broschüre „Einmischung“. Die Broschüre enthält Bilder zu den Seligpreisungen der Bergpredigt und Werkbetrachtungen von Willy Beppler (Eltville).

Editorial

Die Friedensfrage gehört seit der Gründung des Dietrich-Bonhoeffer-Vereins zu seinen zentralen Anliegen. Dies heißt jedoch nicht, dass es zu allen Details dieser Frage unter uns immer einen Konsens gegeben hätte oder geben würde. Vielmehr versteht sich der Verein als Forum für einen ernsthaften Dialog zwischen den verschiedenen Positionen. Im dbv sollen Menschen mit verschiedenen persönlichen Anschauungen Anerkennung und Heimat finden.

In der vorliegenden Ausgabe der „Verantwortung“ ist eine Predigt von Hans Dieter Zepf abgedruckt. Darin heißt es u.a.: „Die Überzeugung, dass Christ sein und Soldat sein sich vereinbaren lassen, widerspricht der Bergpredigt“. In einem Verein, der von Soldaten gegründet wurde und in dem bis heute Soldaten bis in den Vorstand hinein als Mitglieder tätig sind, können solche Sätze nicht unwidersprochen bleiben.

Es verwundert nicht, dass die Predigt von Hans Dieter Zepf sofort heftige Reaktionen ausgelöst hat. Ein bis dahin unterschwelliger Konflikt trat offen zutage. Die Mitglieder der AG „Friedensaufgabe und Soldatenseelsorge“, zu denen auch Hans Dieter Zepf gehört, warfen dem Verein vor: „Der dbv ist in der Haltung zur Friedensfrage nicht einheitlich.“ In der Konsequenz suspendierte die AG ihre Mitarbeit im Verein.

Der Vorstand des Vereins und die Redaktion bedauern zutiefst, dass es über der Friedensfrage zu solchen ernsthaften Spannungen gekommen ist. Andererseits begrüßen sie es, dass wir am Beginn einer wichtigen Diskussion stehen. Wir möchten alle Leserinnen und Leser ermuntern, sich an dieser Diskussion zu beteiligen und uns ihre Meinung in Form von Beiträgen oder Leserbriefen zuzusenden. Ein erster Kommentar von Jürgen Sonntag zu der Predigt von Hans Dieter Zepf findet sich in der vorliegenden „Verantwortung“.

Schon jetzt weisen wir auf unsere nächste Jahrestagung 2. bis 5. Februar 2006 in Berlin hin. Die Tagung wird Gelegenheit bieten, die kontroversen Standpunkte in der Friedensfrage vorzustellen und auszutauschen.

Der Friede ist nicht einfach in unser Belieben gestellt. Er ist ein Gebot Gottes. Christus ist unser Friede. In dieser Überzeugung, die für die Arbeit des dbv grundlegend ist und alles Miteinander bestimmen sollte, grüßt alle Leserinnen und Leser sehr herzlich, auch im Namen der Redaktion,

Ihr Karl Martin

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