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Theologie und Ökonomie

Theologie und Ökonomie

Beiträge zu Wirtschaftsethik und Kirchenfinanzierung

Herausgegeben von
Karl Martin
2. Auflage 2003
84 Seiten kartoniert

ISBN 3-9805071-7-3

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Abstract

Bei der Entstehung der Sozialen Marktwirtschaft hat der deutsche Protestantismus einen bedeutsamen Beitrag geleistet. In den Jahren 1942/43 verfaßte eine kleine Gruppe von Freiburger Hochschullehrern (Constantin von Dietze, Gerhard Ritter u.a.) auf Anregung Dietrich Bonhoeffers für die Bekennende Kirche eine Denkschrift zum staatlichen und gesellschaftlichen Aufbau nach dem Kriege. In diese „Freiburger Denkschrift“ wurden das erste Mal die Grundzüge einer freiheitlich-sozialen Wirtschaftsordnung beschrieben.

Mit der Publikation „Theologie und Ökonomie“ werden die Referate und Texte einer Tagung vorgelegt, die sich mit der Freiburger Denkschrift von 1943, ihren zeitgeschichtlichen Hintergründen und ihren marktwirtschaftlichen Konzepten beschäftigt. Die Tagung wurde veranstaltet vom Dietrich-Bonhoeffer-Verein (dbv) in Zusammenarbeit mit der Ev. Akademie Arnoldshain, dem Lehrstuhl für christliche Gesellschaftswissenschaften Bochum und der Ev. Akademikerschaft Landesverband Hessen.

Zu den Autoren gehören u.a.:
  • Prof. Dr. Günter Brakelmann, em. Ordinarius für christliche Gesellschaftslehre Ruhr-Universität Bochum („Das Lutherverständnis Gerhard Ritters als Ausgangspunkt eines politischen Widerstandes“);
  • Traugott Roser, Institut für Praktische Theologie der LMUniversität München („Nur eine kurze Epoche ... - Zum Verhältnis von Theologie und Ökonomie bei den Freiburgern“);
  • Rüdiger von Voss, Bundesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates der CDU Bonn („Glanz und Elend der Sozialen Marktwirtschaft - Wie zukunftsfähig ist unser Wirtschaftssystem?“).
Die Referate werden ergänzt durch Texte aus dem Hafttagebuch von Constantin von Dietze („Widerstehet dem Teufel!“).

Der Tagungsdokumentation sind zwei Beiträge zum Thema „Erlassjahr 2000“ vorangestellt (Erhard S. Gerstenberger über den biblischen Ursprung der Erlassjahr-Idee; Johannes Bickel über die bisherigen Ergebnisse der Erlassjahr-Kampagne).

Den Abschluß der Publikation bilden zwei Beiträge zum Thema „Kirche und Geld“ (ein Gespräch mit Eugen Drewermann über das „Zinssystem und seine selbstverstärkende Dynamik“; das Diskussionspapier „Kultur- und Sozialsteuer statt staatlicher Kirchensteuereinzug“ mit einem Reformmodell für eine neu geordnete gesamtgesellschaftliche Gemeinwohlfinanzierung).